Schlüsseldienst: Ein Job für dich?

Neulich habe ich meinen Schlüssel verloren, dass war ganz schön ärgerlich. Gott sei Dank, hatte ich mein Smartphone dabei und konnte mir aus dem Internet einen passenden Schlüsseldienst in Frankfurt heraus suchen. Der Schlüsseldienstmitarbeiter war auch schnell zur Stelle und öffnete mir meine Tür in null komma nix. Ich habe dann 79,- Euro bezahlen müssen, für zugegeben weniger als 10 Sekunden Arbeit. Wenn ich mir das auf die Stunde hochrechne, dann ist das unvorstellbar viel Geld. Also warum nicht selbst einen Schlüsseldienst machen?

Warum ist es dann doch nicht so einfach?

Ich habe dann weiter recherchiert und verschiedene Anrufe getätigt. Unter anderen war mir der Schlüsseldienst Frankfurt eine große Hilfe. Der Herr hat mir die Möglichkeiten eines Seminars bei Ihm aufgezeigt. Das Thema reicht von zerstörungsfreier Türöffnung bis hin zu zerstörenden Öffnungen. Die Kosten betragen 400,- Euro, wobei man hier nur das Grundwissen erwerben könnte. Nach weiteren Nachfragen sind mir aber Zweifel gekommen, da ja noch weitaus mehr Kosten auf einen zukommen. Doch welche sind das? Zunächst müss man natürlich die Werkzeuge und verschiedene Materialien kaufen, was circa 15.000,- Euro kostet. Dann muss man noch gut 8000,- in Werbung und eine Internetseite investieren. Auch braucht man Mentoren, die einen begleiten, da nicht jede Türöffnung gleich ist. Ja, stellenweise soll es sogar wirklich komplexe Fälle geben. Schlussendlich muss es es also richtig draufhaben, um zu jeder Uhrzeit, auch bei Polizeieinsätzen, einen guten Service zu leisten. Mhhh, doch nicht ganz so einfach.

Wie viel Aufträge sind in Frankfurt zu erwarten oder kann man davon leben?

Nun ja, laut den Aussagen von Frankfurter Schlüsseldiensten, die ich befragt habe, ist die Finanzierung doch nicht so einfach. Also wieviel Aufträge braucht man zum leben? Wenn man einen pro Tag hat und 79,- Euro nimmt, dann sind das ca. 2400,- Euro. Davon gehen 19 Prozent Mehrwertsteuer weg(Ja, das Finanzamt kontrolliert die Branchen regelmäßig!) und Einkommensteuer muss man auch zahlen. Des weiteren sind da Krankenkassenbeiträge, Versicherungen für den Betrieb und das Auto, dazu noch Benzin und die fortlaufenden Kosten für das Material und Werkzeug. Dafür muss man 24 Stunden erreichbar sein und sehr flexibel sein. Summa summarum bleibt also wenig übrig. Naja, trotzdem ist die ganze Sache interessant, denn wer kann schon Türen öffnen in der Verwandschaft oder bei Freunden? Ich werde die Sache mit dem Schlüsseldienst trotzdem weiter verfolgen, auch wenn das nur ein Hobby werden sollte.